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12. März 2026

Zu einem Panel mit der europäischen Führungs-Elite lädt Stapler- und Intralogistik-Anbieter Toyota Material Handling am zweiten Tag der LogiMAT an der Messe Stuttgart ein. Mit von der Partie sind Deutschland-CEO Jan Lorenz, Europa-Chef Hiroshi Kuriyama, Ralph Cox und Entwicklungs-Chef Avinash Balachandran.

12. März 2026

Im Jahr 2025 beförderte die Hupac Gruppe rund 975.000 Strassensendungen im Kombinierten Verkehr  Strasse/Schiene. Damit konnte das Verkehrsvolumen um 4,3% gesteigert werden. Die Hupac, heisst es, habe sich damit in der Führungsrolle in Europa und insbesondere auf dem transalpinen TEN-T-Korridor behaupten können.

12. März 2026

Für die Fördertechnik- und Intralogistik-Anbieter in Deutschland steht unter dem Jahresabschluss 2025 ein Minus von 7 Prozent im Produktionsvolumen. Damit fällt der Wert auf 25,8 Mrd. Euro, meldet der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik. Für 2026 sei noch keine Trendwende in Sicht.

11. März 2026

Nach dem Feuer in dem Postbus in Kerzers deuten erste Ermittlungsergebnisse auf keinen Terrorakt hin. Anhörungen und Zeugenaussagen laufen darauf hinaus, dass der Täter psychisch «instabil» war, allein handelte, wohl die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt und im Kanton Bern lebte.

11. März 2026

In Kattowitz richtet SSI Schäfer für die «Vehicle Lifetime»-Sparte des Automobil-Zulieferers Schaeffler in  enger Zusammenarbeit mit den Robot Spezialisten von RO-BER, den SAP-Experten von SWAN sowie den  Robotik- und AGV-Experten von DS Automation ein hochautomatisiertes Logistikzentrum ein.

11. März 2026

Im Rahmen der Erweiterung eines bereits bestehenden Hochregallagers um weitere drei Gassen, einem Paletten-Fördertechnik-Loop, und der Modernisierung des bisherigen Palettenfördersystems hat Kardex Mlog bei dem polnischen Pharma-Unternehmen Aflofarm Farmacja für 20.016 neue Stellplätze gesorgt.

11. März 2026

Voraussichtlich sechs Tote und mehrere Verletzte werden beklagt, nachdem am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr in Kerzers ein Postbus in Flammen aufging. Die Polizei informierte am späten Dienstagabend über den Vollbrand und  darüber, dass das Feuer möglicherweise vorsätzlich von einer Person gelegt wurde.

10. März 2026

Wirtschaftlich in der Anschaffung, mit fokussierter Leistung, ergonomisch und ausgestattet mit etlichen Sicherheitsfunktionen sollen die neuen Schubmaststapler der Serie Linde Ri14 bis Ri18 von Linde Material Handling (MH) an der LogiMAT Premiere feiern.

10. März 2026

Stapler und manuelles Umladen dominieren nach wie vor den Übergang zwischen Innen- und Aussen-Bereichen. Jetzt hält der dänische Hersteller Interlogistik mit Capra und dem robotisierten Warentransport zwischen Gebäuden und Werksarealen Einzug in die Schweiz - auf dem Weg über Frei Fördertechnik.

09. März 2026

Der alle zwei Jahre stattfindende Event der «Leaders in Supply Chain» (LSC), vormals als  «Logistikleiterclub» der Schweiz bekannt, war mit 110 Teilnehmern am Sitz des Kantonsparlaments in Aarau ein voller Erfolg. Gastreferent war Rolf André Siegenthaler, Chef der Logistikbasis der Armee.



Perfektioniert – aber unfähig zum Wandel?


WAGNER Schweiz AG







Perfektioniert – aber unfähig zum Wandel?

09. Februar 2026

Der Ansatz erinnert an Zeiten, in denen Automatisierung nicht nur als teuer, sondern durch bis auf das letzte  Prozent ausgereizte Optimierung oft auch als veränderungsunfähig galt. Heutige Systeme punkten, u.a.  per KI, mit Anpassungsfähigkeit. Denn «zuviel» Effizienz kann den Wandel auch blockieren. Sagt Ben Schulz.

Borgmeier handlungsunfähig Ben Schulz Industrie braucht mehr als Effizienzprogramme 310 B.Schulz


 Schulz, Geschäftsführer eines 2001 gegründeten Beratungshauses mit einem Team von zehn Mitarbeitenden und Sitz im deutschen Dillenburg Frohnhausen, versteigt sich sogar zu der Behauptung, dass ein zu straff  organisiertes Korsett an Vorgaben Veränderungen regelrecht sabotiert. Ein typisch deutsches Phänomen, das sonst  eigentlich zu den Erfolgsfaktoren von Präzision getriebener Export-Qualität zählt?

Die deutsche Industrie, so Schulz, investiere Milliarden in Effizienzprogramme, Automatisierung und  Kostensenkung. Und verliere dabei an Handlungsfähigkeit. «Effizienzprogramme lösen operative  Probleme», sagt Schulz. Aber sie erzeugen wiederum andere. «Wer glaubt, Transformation lasse sich  durch Kennzahlen und Kontrolle steuern, blockiert den  Wandel.» Was bei einer Stereoanlage und in der Audiotechnik sozusagen einer «Übersteuerung»  gleichkäme.

Schulz bezieht sich hier indessen eher auf einen Mangel in der Unternehmens-Kultur. «Energiepreise,  Lieferkettenrisiken, Standortdebatten und Fachkräftemangel», sagt er, «treffen  auf eine Führungspraxis, die aus einer stabilen Welt stammt». Viele Industrieunternehmen  reagierten mit mehr Reporting, engeren Vorgaben und zusätzlicher Kontrolle. «Das ist  nachvollziehbar. Und gleichzeitig fatal», so Schulz. «In Unsicherheit wirkt Kontrolle wie ein  Bremsklotz.»  In vielen Unternehmen sei die Führung stark technik- und prozessorientiert. Präzision, Taktzeit und  Qualität stünden im Mittelpunkt. Doch sobald Veränderung zur Daueraufgabe werde, kippe das System.

Das Problem der Übersteuerung

«Mitarbeitende erleben Transformation als Verlust von Einfluss», sagt Schulz. Je stärker die Leitung  versuche, das mit Zahlen zu kompensieren, desto grösser werde die  innere Kündigung. «Kurzarbeit, Automatisierung und Reorganisationen verstärken den Effekt».  Besonders in Werkhallen entstehe das Gefühl, Objekt von Entscheidungen zu sein. «Wer nicht  versteht, warum etwas passiert, übernimmt keine Verantwortung», so Schulz. Die Folgen seien  messbar: sinkende Veränderungsbereitschaft, verdeckte Fehler, langsame Umsetzung. 

Vor diesem Hintergrund fordert Schulz ein radikal erweitertes Führungsverständnis. Sein  Ansatz: «Hope & Trust Leadership». «Hoffnung wird in Unternehmen oft belächelt. Zu Unrecht»,  sagt er. «Hoffnung ist eine Führungsleistung. Sie entscheidet darüber, ob Menschen mitgehen  oder innerlich aussteigen.» Hoffnung bedeute dabei keine Beschwichtigung. Im Gegenteil.  «Hoffnung entsteht durch Klarheit. Durch ehrliche Antworten auf unbequeme Fragen», so  Schulz. Mitarbeitende wollten wissen, wofür sich Anstrengung lohnt, welche Rolle sie künftig  spielen und welche Entscheidungen unumkehrbar sind.

Der zweite Hebel sei Vertrauen. In vielen Industrieunternehmen gelte es noch immer als  «weicher Faktor». Schulz widerspricht deutlich: «Vertrauen ist ein Produktivitätsfaktor. Wo  Vertrauen fehlt, dauert jede Entscheidung länger.» Gerade in komplexen  Transformationsphasen wirke Vertrauen wie ein Beschleuniger. Gefragt seien deshalb

• Orientierung statt Durchhalteparolen
• Transparenz statt Machtwissen
• Präsenz statt Anweisung 

Vertrauen schlägt Kontrolle

«Führung zeigt sich nicht im Leitbild, sondern im Verhalten», sagt Schulz. «In jeder Schicht. In  jedem Gespräch.» Besonders mittelständische Industrieunternehmen stünden laut Schulz an einem  Wendepunkt. Nähe zur Belegschaft sei ein struktureller Vorteil. «Wer diesen Vorteil nutzt, kann Vertrauen  systematisch aufbauen», sagt er. Wer ihn verspielt, verliere Fachkräfte, Innovationskraft und  Umsetzungsgeschwindigkeit. Für Schulz ist klar: «Hope & Trust Leadership» ist kein Trend und  kein Kulturprojekt. «Es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Industrie muss sich  entscheiden: mehr Kontrolle oder mehr Handlungsfähigkeit.» 

Ob dies eine «Entweder-Oder»-Entscheidung, oder nicht eher eine Frage der Balance zwischen Beidem ist,  mag dahingestellt bleiben, ist aber mit Sicherheit eine eingehende Erörterung wert.

www.benschulz-partner.de




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