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Neue Chain-Belt-Sortierung
09. April 2026
An der LogiMAT hat Fördertechnik-Anbieter Interroll mit einer neuen Chain-Belt-Sortierung für Aufmerksamkeit gesorgt, die nach der Übernahme von Sortteq entwickelt wurde. Gemeinsam mit MCP Play ergibt sich ein Materialfluss-Ökosystem, das Einzelstücktransporte mit intelligenter Sortierung verbindet.

Durchwegs positives Resümee
09. April 2026
Crown zieht ein durchweg positives Fazit aus der Teilnahme an der LogiMAT, die vom 24. bis 26. März in Stuttgart stattfand. Besondere Aufmerksamkeit galt demnach nicht nur dem WJ50, sondern auch dem InfoLink Flottenmanagement und dem neuen ProximityAssist System.

Duisport bündelt Krantechnik
09. April 2026
Der laut Eigendarstellung «grösste Binnenhafen der Welt», Duisport, Drehscheibe und trimodale Adresse zahlreicher Logistik Dienstleistungen und Fracht-Destinationen auf dem Rhein, bietet mit einer einer eigenen «crane service GmbH» verstärkt interne und externe Kompetenzen im Kranbereich an.

Hängen und Fördern in Melbourne
08. April 2026
Nach einer gründlichen Planungs-, Bau- und Implementierungsphase mit SSI Schäfer erweiterte der Anbieter für Bekleidung und Homeware «Hanes Australasia» sein Omnichannel-Distributionszentrum auf dem fünften Kontinent. Nach 12 Monaten zeigt sich, dass es die richtige Lösung war - sowohl jetzt als auch in Zukunft.

Fehlerfrei rückverfolgbar
08. April 2026
Um mit voranschreitenden Verordnungen im Lebensmittelbereich Schritt zu halten, führte Heineken in Frankreich bereits vor einigen Jahren die industrielle Identifizierungslösung ZetesAtlas in Kombination mit automatischen Etikettiersystemen ein. Das sorgt für Echtzeit-Transparenz - und habe sich eindeutig bewährt.

Bito IOB`s Hands-on-Workshop in Rotkreuz
07. April 2026
Die Digitalisierung verändert die Logistik grundlegend. Doch wie lassen sich konkrete Lösungen sinnvoll im Unternehmen einsetzen? In einem Praxis-Workshop zeigt Bito an drei Terminen Ende April in Rotkreuz, wie sich mit Bito IOB Prozesse transparenter, effizienter und zukunftssicher gestalten lassen.

Smarte Technik für Schnelldreher
06. April 2026
Der Logistik-Dienstleister Koch wollte nach einer Hochregal-Anlage mit 36.000 Paletten-Plätzen auch den Lagerbereich für schnell drehende Waren automatisieren. Still lieferte fünf EVX iGo und drei MX-X iGo, die bei Auftragsspitzen je nach Bedarf durch manuelle und automatisierte Stapler ergänzt werden können.

«PortScale» wiegt in Echtzeit
02. April 2026
Kardex feiert die Markteinführung von «PortScale», einer Wägelösung für AutoStore Ports, die Technologien wie den Kardex IntuitivePickingAssistant (IPA), Barcode-Scanning, und Computer Vision kombiniert, um präzise und effiziente Kommissionierprozesse zu unterstützen.

Swiss Post Cargo wieder komplett
01. April 2026
Nachdem Stefan Luginbühl ad-interim die Leitung von Swiss Post Cargo wahrgenommen hatte, übernimmt dort nun zum 1.Juni Stefano Arganese die Leitung. In den zurückliegenden Jahren war Arganese zuletzt Chief Transformation Officer bei DHL Freight.

Vollerfassung bei der Durchfahrt
01. April 2026
Ein Start-up für industrielle Bildverarbeitung namens «invisium» lanciert mit «VisionPort embedded» ein Sortiment stationärer, multifunktionaler Scansysteme. Die Multi-Kamera-Lösungen können Transportladungen beim Durchfahren vermessen, zählen, Codes scannen, Etiketten lesen und Schäden identifizieren.
KI bei den Winterspielen
WAGNER Schweiz AG
KI bei den Winterspielen
18. Februar 2026
Während in Norditalien die Olympischen Winterspiele für Begeisterung sorgen, fährt quasi im Parallelschwung eine faszinierende Entwicklung ins Blickfeld der Fördertechnik-Spezialisten: die zunehmende Durchdringung des Wintersports mit künstlicher Intelligenz und autonomer Technik.
So könnte, was heute in Infrastruktur und Training erprobt wird, schon morgen komplette Wintersport-Landschaften prägen. Ein vielbeachtetes Beispiel ist das autonome Seilbahnsystem «Auro» von Doppelmayr, das mittels Sensorfusion, Bildverarbeitung und KI-gestützter Entscheidungslogik einen weitgehend fahrerlosen Liftbetrieb ermöglichen soll.
Die erste «fahrerlose» bzw. in der jeweiligen Tal- und in der Bergstation ohne Bedienpersonal arbeitende Auro-Seilbahn startete ihren Betrieb im Dezember 2020 in Zermatt. Bei der 10er-Gondelbahn Kumme mit zwei Sektionen ist die Tal- und Bergstation unbesetzt. Nur in der Mittelstation sitzt ein Seilbahnmitarbeiter, der das gesamte Geschehen überwacht. So ist schon mal die halbe Mannschaft gespart (Anm.d.Red.).
Rechnergestützte Bilderkennung
Während Auro CLD laut den Österreichern den autonomen Betrieb des Ausstiegsbereichs von Sesselbahnen revolutioniert, fokussiert Auro Assist den Einstiegsbereich. Durch den Einsatz von KI-unterstützter Bilderkennung und modernster Kameratechnologie wird die Sitzposition der Fahrgäste überwacht und die Anlage bei potenziell gefährlichen Situationen gestoppt.
Lösungen dieser Art zeigen, dass sicherheitskritische Automatisierung im alpinen Umfeld bereits industriell beherrschbar ist – eine Voraussetzung für weitergehende Anwendungen wie robotische Skilehrer oder autonome Trainingsassistenten.
Fotos: Doppelmayr/Garaventa
Parallel verbreitet sich KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Wintersports. Datengetriebene Steuerung der Beschneiungs-Anlagen, intelligente Pistenpräparierung oder dynamische Besucherlenkung optimieren Betriebskosten und Ressourceneinsatz. Trainingsseitig ermöglichen Wearables mit Druck- und Bewegungsanalyse personalisiertes Echtzeit Feedback, während KI-gestützte Video- und 3D-Bewegungsanalysen Technikparameter objektiv auswerten und Trainingsprozesse skalierbar machen. Mixed-Reality-Simulationen verschieben das Lernen zusätzlich in digitale Räume ausserhalb klassischer Skigebiete.
Schaufenster des Technikwandels
Für industrielle Entscheider entstehen daraus neue Geschäftsmodelle. Hardware-Anbieter entwickeln robuste Sensor- und Robotikplattformen für extreme Umweltbedingungen, Softwareunternehmen monetarisieren Datenanalyse, Coaching Algorithmen und Plattformservices. Gleichzeitig verschiebt sich der Wettbewerb von isolierten Produkten hin zu integrierten Erlebnis-Ökosystemen, in denen Infrastruktur, Training, Ausrüstung und digitale Services vernetzt sind.
Regulatorisch bleiben Fragen nach Haftung, Sicherheit und Datenschutz zentral. Autonome Systeme im offenen Skiraum benötigen zertifizierte Kollisionsvermeidung, redundante Sensorik und klare Betriebsnormen. Erfahrungen aus automatisierten Seilbahnen zeigen jedoch, dass hohe Sicherheitsniveaus technisch erreichbar sind. Entscheidend wird daher weniger die Machbarkeit als vielmehr die gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftliche Integration sein.

Die laufenden Olympischen Spiele fungieren damit nicht nur als sportliches Grossereignis, sondern auch als Schaufenster eines technologischen Wandels. Dass sich Robotik und KI vom experimentellen Zusatz zur potenziellen Basistechnologie des Wintersports entwickeln werden, ist keine gewagte Prognose. Die Industrie kann daraus einen klaren strategischen Imperativ ableiten: Kompetenzen in sicherheitskritischer Autonomie, biomechanischer Datenanalyse und plattformbasierten Geschäftsmodellen entscheiden darüber, wer die nächste Entwicklungsstufe einer zunehmend digitalisierten Sport- und Tourismusbranche prägt.

















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